Werner Matrisch

 

Geboren am 26. März 1945 in Werl, Deutschland. Nach Hauptschule und Ausbildung zum Malergeselle, 1963 Studium der Freien und Angewandten Malerei an der Essener Folkwangschule bei Professor Schardt.

Ab 1966 - 1980 angestellt im Bonner Mineralienkontor Dr. F. Krantz als Lehrmittelmaler. Landkarten, geologische Modelle, Duplikate von Fossilien und  prähistorischen Schädelfunden wurden von mir nach den Originalen bemalt. Meistgemaltes meiner Objekte war der berühmte Urvogel: "Archaeopteryx"

the art of werner  matrisch

Ab 1981 bis 2007 war ich im Kölnischen Kunstverein als Hänge- und Ausstellungsmeister tätig, verwaltete Kunsteditionen und regelte den Verkauf der sogenannten Jahresgaben (Grafiken, Skulpturen, Unikate , usw.) an die Vereinsmitglieder und Besucher des Kölnischen Kunstvereins.

werner matrisch 1997

 

Seit Mitte der 70er Jahre  unternehme ich Reisen rund um das Mittelmeer und in den vorderen Orient. Prägende Aufenthalte in Griechenland, Israel, Jordanien, Tunesien und Ägypten. Ich lebe und arbeite in Köln.

Viele Künstler können sehr gut beschreiben, warum sie malen, oder was die Malerei ihnen bedeutet. Da ich seit meiner Kindheit bis zum jetzigen Zeitpunkt kontinuierlich male, liegt darin wohl für mich eine Unbedingtheit  und  Wichtigkeit. Trotzdem habe ich eher Schwierigkeiten, konkret erklärende Auskünfte darüber zu geben - nicht "WIE" ich male - sondern warum  ich malen "muss". Meine Malerei - besonders die der letzten zehn Jahre - scheint zunächst in keiner Weise Umwelt, Zeitgeschehen, politische Ereignisse oder allgemein menschliche Geschicke zu reflektieren oder zu thematisieren. Dabei sehe ich mich keineswegs als unpolitischen Menschen. Gerade die zur Zeit besonders aktuelle Islamdiskussion interessiert und beschäftigt  mich als häufiger Orientreisender und Orientliebhaber sehr.

Beduine vor Gebirge

An den Bildern, die ich in den 60ern als Jugendlicher malte, sieht man recht gut, was alles auf mich einstürmte, was mich beeinflußte und beeindruckte. Eine wirre Vielfalt von Stilen, Maltechniken und Themen  bezeugen ein Suchen nach Werten und Inhalten.  Manche von diesen Bilden habe ich mit sechzehn Jahren gemalt und sicher sind einige Arbeiten dabei, die ich hier in der 60er Jahre Galerie nicht zeigen müsste. Aber zeigt nicht gerade die  Gegensätzlichkeit von guten und weniger guten Bildern sehr gut meine ersten  künstlerischen Auseinandersetzungen? Viele von diesen Bildern waren den damaligen Dozenten der Folkwangschule vorgelegt  (196)  und ich wurde daraufhin für die dreitägige Aufnahmeprüfung als talentiert oder "würdig" genug  befunden.

Meine Malerei der 70er Jahre  wird stark vom Surrealismus  und  Einflüssen der Phantastischen Malerei  dominiert. Viele diese Bilder  lassen leicht erahnen, dass ich von den surrealen und verrückten Bilderwelten des René Magritte wie gebannt war. Sein Einfluss verstärkt sich sogar noch in meinen Bildern der 80er Jahre, aber da geordneter. Ich war auch immer ein Träumer mit Sehnsüchten  nach fremden, geheimnisvollen und gänzlich anderen Welten, als die, die ich kannte.

In den 80er Jahren werden meine Bilder strenger und klarer. Sie sind nicht mehr vollgemalt mit ungezügelter Phantasie sondern konkretisieren sich auf ein Thema. Architektonische Elemente und geometrische Formen tauchen  immer öfter in meiner Malerei auf. Der Konstruktivismus beginnt mich mit seinen scharfen Linien und GebäudeFormen stark zu interessieren. Spätere Bilder der 80er  zeigen meine phantastisch-naturalistische Malerei abstrahierter und auch völlig abstrakte oder konstruktive Bilder entstehen. Gleichzeitig beinhaltet meine Malerei aber weiterhin eine Hang zur romantischen Idealisierung. Ich wechsle ständig vom Figurativem zum Abstrakten, und beide Darstellungsformen sind mir gleich wichtig. Der gemalte  Himmel, die Weite und eine immer stärkere Reduzierung des Figurativen  in meinen Bildern, könnten auch ein Wunsch nach einer einfachen, klaren, schönen und unkomplizierten  Welt verdeutlichen, in der alles überschaubar ist - in der wohltuende Ruhe  und Sicherheit und Beständigket  herrscht. Vielleicht erklärt sich hier auch die immer häufigere Abwesenheit des Menschen in meinen Bildern. Ich habe durchaus kein negatives Menschenbild - aber mit den Menschen beginnen die Probleme.  

Erst in den 80er Jahren beschäftige ich mich mit dem Maler Caspar David Friedrich. Ich lese über sein Leben und manche seiner Bilder beeindrucken mich in so ungeheuerlicher  Weise, dass ich glaube eine Art von Seelenverwandschaft zu spüren. Um zu verdeutlichen, wie ich das meine, möchte ich als  Gegenpol und erklärendes Beispiel  den Maler Francis Bacon erwähnen, dessen  künstlerisches Können ich wirklich bewundern kann, dessen Bilder und Inhalte ich verstehe - die mir aber völlig wesensfremd sind und ein  gewisses Unbehagen in mir auslösen. Wenn ein Maler mit seinem Werk  "Unbehagen" oder "subtile Irritationen"  auslöst, wenn seine Bilder "verstören", um mal ein schon inflationär bemühtes Adjektiv zu  benutzen, dann weiß jeder Kunstinteressierte, das ist etwas Gutes, Positives. Dieses "Verstörende" zeigt den Künstler der etwas " hinterfragt"  und scheinbar Gegebenes  neu einordnet und bewertet - all das unterstreicht die Wichtigkeit des betreffendes  Künstlers. Das hat die Kunstkritik  in den Feuilletons allen Kulturschaffenden, Galeristen oder Kunstsammlern so adäquat und kompetent gelehrt, dass offensichtlich nur noch das "Verstörende " in der Kunst  Relevanz zu haben scheint.

Blaue Welle

Es gibt unendlich viele Kriterien zur Kunst und jede hat ihren Sinn in der Diskussion um Kunst. Kein Kriterium sollte ausgegrenzt werden. Begrenzt oder unerwähnt oder gerne belächelt wird jedoch zunehmend das Kriterium der Ästhetik und der Schönheit in der Kunst. Ein nur "schönes" Bild hat in der heutigen Kunstkritik keinen Wert, keine Bedeutung -  wird schnell als "leer" abgehandelt. Wobei natürlich die Definition des Begriffs "Schönheit"  noch ein anderes, weites Feld ist. Eine Betrachung darüber unterscheidet sich von Mensch zu Mensch - was der eine vielleicht beeindruckend schön und wert findet, ist für den anderen bloß dekorativ  und nichts weiter. Ich hatte vor einiger Zeit zu diesem Kunst-Thema einen sehr interessanten Artikel gelesen, an dessen Autor ich mich leider nicht erinnern kann. Aber er hatte sehr kluge Überlegungen zu diesem Thema, und sein Schlüsselsatz lautete:

"Wir brauchen mehr Toleranz für Schönheit"
Dass so ein Satz überhaupt gedacht und geäußert wird, scheint mir ein Indiz für heute und die heutige Kunst zu sein. Ich beobachte in der Kunstszene, dass "schöne" Kunst es schwer  hat  mit ihrer Daseinsberechtigung und Anerkennung. Stellt sie doch erstmal so gar keinen Reiz oder Anforderungen an den Intellekt der gerne schwierige  Bilder enträtselt und analysiert und dann dieser Kunst eminent wichtige Eigenschaften und Inhalte zuordnet, über die der Künstler später nicht selten selbst erstaunt ist. Die neuen Erkenntnisse werden dann in einer kompetent-kunsttheoretisch erklärenden Interpretation  in den Medien dem kunstinteressierten Publikum  vorgelegt. Klar, dass  so besprochene Kunstwerke sofort auf hoher Ebene angesiedelt sind.

Villa am MeerDas kann so richtig sein und ich habe überhaupt nichts gegen anklagende, verstörende, ironisch-überhöhte, kritisierend-gegenwartsgezogene oder auch gänzlich unverständliche Kunstwerke. Aber eine gegensätzliche, scheinbare "einfache"  Kunst, in der  offensichtlich das klare Moment von Schönheit und Ästhetik vordergründig ist - die auf einen Blick schnell erfasst wird - hinter der  keine komplexen Daseinsstrukturen oder  irritierende Transformationen verborgen

sind - solche "einfachen" Kunstwerke sollten auch beachtet und geschätzt werden, wenn sie ein gutes künstlerisches Niveau aufweisen.

Alles was ich sagen will ist, dass eine Kunst den Menschen viel geben kann, auch wenn sie nicht von einer  "beispiellosen Radikalität" ist - um zum letzten Male hier einen schlagwortähnlichen Begriff zu zitieren, der eindeutig darauf abzielt, zu bestimmen, was heute in der Kunstszene   Relevanz  und Beachtung verdient.

Etwa ab Mitte der 90er Jahre wurden die  beruflichen Anforderungen im Kölnischen Kunstverein für mich immer größer und ich pausierte mit meiner Malerei für einige Jahre. Vielleicht brauchte ich auch mal so eine  Auszeit. So gibt es hier im Portfolio keine Galerie: Malerei  der 90er Jahre. Allerdings machte ich mich in dieser Zeit mit dem Computer vertraut und daraus resultieren zum einen meine PC-Grafiken und zum anderen begann ich auch intensiv Musikrezensionen zu schreiben, was mir am PC viel leichter von der Hand ging. Auch in den 90er Jahren unternahm ich meine Reisen, die mich wieder nach Ägypten und Israel führten und zum ersten Male nach Jordanien. Viele gute Fotos, (noch keine digitalen, sondern Dias)  sind da entstanden - die besten werde ich hier nach und nach zeigen.

Blaue WandIch wußte immer, dass ich irgendwann wieder malen würde. Ich hatte mir zum Ziel gesetzt, an meinem 60. Geburtstag ( 2005)  bei mir zu Hause eine kleine Ausstellung mit ganz neuen Bildern zu machen. Im Jahre 2004 begann ich also wieder zu malen. Ich merkte, dass ich keinerlei Lust verspürte Gegenständliches zu malen. Ich wollte mich nur der Farbe und meiner Stimmung  hingeben. Ich begann mit der Farbe, die früher jahrelang meine Lieblingsfarbe war: Blau. Wenn ich ein blaues Bild malte, konnte nichts schief gehen Das war meine Farbe. Ich liebte sie - und Blau  "liebte" offensichtlich mich, denn in vielen meiner besten Bilder ist leuchtendes BLAU vorherrschend. Dieses erste Bild nach vielen Jahren war mir wertvoll - aber es fand 2008 in einer Ausstellung einen Käufer - auch das gefiel mir.

Am Anfang dieses sehr persönlichen Berichtes beschrieb ich, was meine Malerei der letzten Jahre NICHT ist  - oder nicht zeigt oder nicht beinhaltet. Aber das ist vielleicht nur meine eigene Vorstellung. Andere sehen meine Bilder mit anderen Augen, nehmen Farben und Formen ganz anders wahr. Farben empfinden die Menschen sehr sensibel und unterschiedlich - vergleichbar mit dem Klang der Musik. Darin liegt auch ein großer Reiz. Jeder Mensch hat seine innere Frequenz und wenn er einen Widerhall spürt, könnte man diesen Moment lang von einem Gefühl des Glücks sprechen. Es gibt da keine Austauschbarkeit - es muss 100% der richtige (Farb) Ton sein.

Was meine jetzige Malerei zeigt oder "meint" wird für mich immer schwieriger zu beschreiben. Abstraktion und Reduktion meiner  romantisch vorgestellten Landschaften, ganz freie Malerei, manchmal auch eine Rückkehr zu den strengen architektonischen Formen vor freiem Himmel,  all das interessiert mich je nach Stimmungslage. Die reine Farbgebung, ihre Ausstrahlung und Wirkung ist mir im Moment das Wichtigste in der Malerei. Ich habe manchmal überhaupt kein Thema, will keins haben,  sondern lasse mich nur leiten nach meinem augenblicklichen Temperament.

Da sind Dinge im Unterbewußtsein, die man nicht beinflussen oder abschätzen kann -  die aber eine Kraft haben, und die sich irgendwann in der realen Welt  manifestieren - auch auf der Leinwand.  Es ist etwas geheimnisvolles mit der Malerei  oder der Kunst und ihrem Entstehen:  jetzt ist die Leinwand  leer und weiß.... und einige Zeit später Wasserfallist dort etwas entstanden - wie  aus dem Nichts (?)   Wenn man so themenfrei malt, kann es sehr spannend und auch risikoreich sein, zu beobachten, wie das Bild eine Eigengesetztlichkeit entwickelt.

Plötzlich führt es sein eigenes, gerade gewonnenes Leben. Sind das die "echten" Bilder? Man kann und sollte die sich ergebenden Arbeisprozesse lenken, je nach seiner künstlerischen Erfahrung. Natürlich lernt man nie aus. Dieser Prozess ist spannend und gestaltet sich für mich eher wie ein Spiel, bei dem der Maler die Macht hat, es zu beenden, oder es weiter zu treiben.  Es ist schön, etwas zu erschaffen. Das Gefühl der  Freiheit, die ich beim Malen empfinde, ist ein sehr gutes Gefühl. Das könnte mit ein Grund sein, warum ich male.

"NACH WAHRHEIT FORSCHEN, SCHÖNHEIT LIEBEN, GUTES WOLLEN, DAS BESTE TUN" 

(Moses Mendelssohn)  

 

 

               

Ausstellungen:

zweigeteiltes BildRathaus Bonn-Beuel, 1968
Malerei
Stuttgart, Galerie Schneiders  1973
Malerei
Köln,  Kleines Atelier, Köln 1976
Malerei
Köln,  Kleines Atelier 1977
Malerei
Rathaus Puhlheim  1982
Imaginäre Landschaften - Malerei
Köln, Theater im Vringsveedel, 1984
Gesichter des Morgenlandes -Fotografie

Brühl, Informationszenrum 1984
Transparente Visionen - Malerei
Holweider Schul- und Kulturwoche 1984
Malerei + Fotografie
Köln, Galerie Glockengasse 1986
Malerei
Düsseldorf - Praxis Swoboda/Wochner 1986
Fotografie
Hotel Interconti, Köln 1991
Fotografie
Kleine Galerie - Altstadt Köln 1994
Fotografie
Dinslaken  2006
Harmonische Kontraste -Malerei  (mit Niko Hübner)
Köln, Alte Feuerwache 2008
3DIMENSIONAL-Malerei - (mit Niko Hübner und Sybille Humboldt)

Ausstellungen

Rathaus Bonn -Beuel, 1968
(Malerei)

Stuttgart, Galerie Schneiders, 1973           
(Malerei)

Köln,  Kleines Atelier, 1976
(Malerei)

Köln,  Kleines Atelier 1977
(Malerei)

Rathaus Puhlheim,  1982
(Imaginäre Landschaften -Malerei)  

Köln, Theater in Vringsveedel, 1984                        
(Fotografie - Gesichter des Morgenlandes) 

Brühl, Informationszenrum 1984
(Transparente Visionen -Malerei)

Holweider Schul- und Kulturwoche 1984       
(Malerei  + Fotografie)

Köln, Galerie Glockengasse 1986
(Malerei)

Düsseldorf - Praxis Swoboda/Wochner 1986
(Fotografie)

Hotel Interconti, Köln 1991
(Fotoausstellung)

Kleine Galerie - Altstadt Köln 1994
(Fotoaustellung)

Dinslaken  2006
(Harmonische Kontraste - Malerei)

Köln, Alte Feuerwache 2008
(3DIMENSIONAL - Malerei)

3 Dimensional

In der  Ausstellung  "3DIMENSIONAL" habe ich mit meinen befreundeten Künstlern Niko Hübner und Sybille Humbold in großen Halle der ALTEN FEUERWACHE Köln, ausgestellt.

Ausstellungsplakat

Fotoalbum

Exponate der Ausstellung

Fotos von Besuchern und  Exponaten  der Ausstellung 3DIMENSIONAL

Vortrag zur Ausstellung

Eröffnungsrede für die Ausstellung

3DIMENSIONAL
Werner Matrisch – Sybille Humboldt – Niko Hübner


Alte Feuerwache Köln / 13. Januar – 23. Januar 2008)

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie ganz herzlich zur Ausstellungs-Eröffnung „3Dimensional“ hier in der Alten Feuerwache. Die drei Künstler : Werner Matrisch, Sybille Humboldt und Niko Hübner, die heute ihre Werke präsentieren, sind für viele von Ihnen keine Unbekannten mehr. Jeder von Ihnen hatte bereits Einzel- oder Gemeinschafts-Ausstellungen. Matrisch, Humboldt und Hübner kennen sich schon länger und so lag es nahe, einmal an eine gemeinsame Ausstellung zu denken. Und das hier ist das Ergebnis.

Der Titel der Ausstellung „3-Dimensional“ ist mehrdeutig. Zunächst einmal assoziiert er den geometrischen Begriff „dreidimensional“. Dreidimensional bedeutet, dass durch den Abstand unserer Augen zwei unterschiedlich ebene Bilder auf der Netzhaut zu einem Bild mit einer räumlichen Tiefe zusammengesetzt werden. Und dadurch oder damit können wir zum Beispiel Vorder- und Hintergrund unterscheiden. Also perspektivisch sehen.

3-Dimensional“ will aber auch einfach darauf hinweisen: hier handelt es sich um drei Künstler.Und „dimensional“? Dimensional bedeutet „die Ausdehnung betreffend“.Hier in der Ausstellungshalle können wir nun gut verfolgen, wie sich drei Künstler künstlerisch individuell „ausdehnen“. Jeder befindet sich sozusagen in seinen eigenen Dimensionen.

Werner Matrisch ließ sich in den ersten Jahren seiner Malerei besonders von Surrealisten wie Magritte, Dalí oder De Chirico anregen. Seine Arbeiten aus den 70er Jahren zeigen deutlich, wie sehr er von den bizarren oder romantischen Traumwelten dieser Maler fasziniert war. Aber grundlegend prägende Einflüsse für seine Malerei wurden später seine Reisen, die ihn fast immer in südliche Länder und in den Vorderen Orient führten. So wie Werner Matrisch hier die Natur wahrnahm, wurde sie zum Schlüsselbegriff für seine Kunst. Er setzte all seine ganz persönlichen Eindrücke in Bilder um.

Seine Malerei aus den 80er Jahren zeigen vordergründig abstrahierte, lichtintensive und farbvolle Landschaften, mit vereinzelten architektonischen Elementen. Doch darüber hinaus machen sie auch seine Sehnsucht nach Weite, Unberührtheit , Freiheit und Unabhängigkeit deutlich.Die Bilder von Werner Matrisch, die in den letzten 2 Jahren entstanden sind, zeigen eine Tendenz zur teilweise völligen Abstraktion und einem immer freieren Umgang mit der Farbe. Er versucht auszuloten, welche Möglichkeiten eine einzige Farbe bietet, um das auszudrücken, was er fühlt.

Wie bereits erwähnt, sehen wir in Matrischs Bildern der letzten Jahre eine größere Abstraktion. Es ist aber trotzdem immer noch eine große Verbundenheit zur Natur in seinen Bildern zu sehen. Je nach persönlicher Betrachtungsweise der Bilder kann festgestellt werden, dass ihn weiterhin die Landschaften, oder die Natur allgemein, faszinieren. Seine malerische Reduktion lässt aber mehr Raum für eine thematisch befreite Betrachtungsweise und Empfindung.

Matrisch, der immer schon mit der Romantik, mit Sehnsucht und Fernweh als Lebensgefühl liebäugelte, hat sich in den Bildern der letzten 12 Monate erstmalig mit der Farbe „Schwarz“ beschäftigt, was verwundern mag, denn „Schwarz“ wird allgemein nicht gerade als eine „Farbe der Romantik“ eingestuft. Allerdings hat der Einzug dieser Farbe in Matrischs neuen Bildern nichts Negatives, und hat auch nichts mit Depressionen zu tun. Wohl aber mit Ungreifbarkeit und Rätselhaftigkeit.

Es geht ihm um die Tiefe, und die besondere Endgültigkeit welche „Schwarz“ gerade im Kontrast mit anderen Farben erhält. Matrisch sieht es auch so, dass wir im Grunde von einem „imaginären Schwarz“ umgeben sind - vom ewigen Schwarz des Universums, in dem unser Planet sich dreht.

Bei den Bildern von Sybille Humboldt wird der Betrachter häufig mit einem kräftigen „Rot“. konfrontiert, welches in vielen Abstufungen große Flächen ihrer Werke deckt.Der Farbe „Rot“ kann man vor allem sehr gegensätzliche Eigenschaften zuordnen: pulsierendes Leben oder Lebensfreude allgemein und Aktivität. Aber auch der Schmerz, das Blutvergießen und intensives Leiden stehen für die Farbe „Rot“.

Diese Gegenüberstellung wechselt je nach der persönlichen Lebensbefindlichkeit ständig von Kampf und Leid zu Ruhephasen der Freude, bisweilen sogar der Euphorie - oder auch umgekehrt. So wie im Leben eines jeden Menschen die verschiedensten Schicksalsströme „ineinander und auseinander fließen“ und so durch Veränderung neue Lebensbedingungen schaffen, hat Sybille Humboldt gelernt, dass sie sogar naturgesetzmäßige Veränderungen durch ihre Kunst und Lebenskraft positiv lenken kann.

Alles ist „im Fluss“ und verändert sich. Farben und Formen verbinden sich ruhig oder ungestüm – und fließen wieder auseinander. In der Ausarbeitung der intuitiv gewählten Farben werden Leben und Nuancenreichtum sichtbar. Oft setzt sie neben ein leuchtendes Rot eine andere, ebenso kräftige Farbe als Mit- oder Gegenstreiter.In der Malerei von Sybille Humboldt findet sich neben dem Bestreben nach Harmonie und Schönheit auch der Drang, Gegensätzliches zu betonen und es nebeneinander gleichrangig bestehen zu lassen.

Sie experimentiert neben ihrem großen Farbspektrum mit den verschiedensten Materialien und arbeitet diese harmonisch in ihre Bilder ein. Neben ihren abstrakten Arbeiten findet man auch Bilder, die von ihrer Suche und Zuneigung nach anderen, einfacheren Lebensformen zeugen: Utensilien, Fragmente und konkret gemalte Zeichen oder Muster erinnern an mystische Gegenstände zum Beispiel afrikanischer Zugehörigkeit.

Nach so viel gemalter Farbigkeit bilden die Objekte von Niko Hübner und seine reinen Materialbilder in ihren natürlichen Erdfarben einen spannungsreichen Kontrast.

Niko Hübner ist seit Jahren als Möbeldesigner und Möbelbauer tätig. Seine neueste Arbeit auf diesem Gebiet ist ein langer Holztisch in dem er eine schmale Nut von hellem LED Licht integriert hat. Tische sind für ihn ein wichtiger Ort der Kommunikation. Deshalb wird er nicht müde, immer wieder neue Varianten zu gestalten.Möbeldesign - also Entwerfen - ist selbstverständlich eine künstlerische Angelegenheit.

Daher verwundert es nicht, dass er auch die Kunst schafft, die viele Leute landläufig mit dem Begriff Kunst verbinden: Zeichnungen, Materialbilder und besonders beeindruckend seine Licht-Skulpturen.

Niko Hübner schafft Kunst der unterschiedlichsten Themen, Formen und Materialien. Dabei benutzt er überwiegend natürliche und naturbelassene Materialen wie Holz und Sand, aber auch Eisen, Aluminium und Glas. Diese Materialien fügt er sorgsam zu einer künstlerischen Einheit zusammen. Harmonie, Klarheit und Ästhetik sind die deutlichsten äußerlichen Merkmale seiner Kunst. Inhalt seiner Kunst ist vorherrschend der Mensch und das Verhältnis der Menschen untereinander.

Eines seiner neuesten Bilder zeigt sehr schön und zugleich einfach in drei Teilen den wachsenden Lebensweg eines Menschen mit seiner zugleich wachsenden Umwelt. Der Weg und die Entwicklung des Menschen werden kenntlich gemacht, durch einen mit Blattgold überzogenen Stein, der in den drei Teilen des Bildes jeweils immer etwas größer wird. Umgeben ist dieser besondere Stein von einer Menge „ namenloser“ grauer Steine, die die wachsende Gesamtheit seiner Umwelt darstellen. Jeder einzelne Mensch sollte sich dementsprechend als etwas Besonderes erkennen. Wertvoll wie Gold.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich danke Ihnen sehr für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche mir, Ihre Neugier auf diese Ausstellung geweckt zu haben.
Und bitte noch ein Schlusssatz: Niko Hübners „Kommunikations-Tisch“ darf – im Gegensatz zu den anderen Objekten und Bildern – gerne angefasst werden.
Vielen Dank.  

Wilfried Engelbert, Köln

 

Harmonische Kontraste

Noch in Bearbeitung

Fotoalbum

Presse zur Ausstellung

C4 LOKALE KULTUR    22-04-06 Rheinische Post
Lichtspiralen und Farbstrudel
Niko Hübner und Werner Matrisch – zwei Künstler auf der Suche nach harmonischen Kontrasten. Was sie gefunden haben, zeigt eine Ausstellung, die morgen in Dinslaken-Hiesfeld eröffnet wird.


VON RALF SCHREINER

DINSLAKEN. Manchmal kommen die Engel aus dem Meer. Niko Hübner fand seinen auf Ibiza: ein Stück Treibholz, angespült am Strand. In Dinslaken ließ der Künstler ihm Flügel wachsen - einen aus Holz , den anderen aus Aluminium. Um den Hals legte er dem Himmelsboten eine Halskette aus verrosteten Schlüsseln. „Er ist ein Wächter“, sagt Hübner. Er wacht über das Licht.

Lebenskreis
Waren die Lichtobjekte des 38jährigen vor einigen Jahren noch Experimentierfeld, bilden sie mittlerweile einen Schwerpunkt in Hübners Schaffen. Naturbelassene Materialien mit Leichtmetall zu einer harmonischen Einheit zu verbinden und dann kunstvoll zu illuminieren, ist für den gebürtigen Walsumer eine Herausforderung, der er sich häufiger stellt. Ein Holzbalken aus einem alten Dachstuhl, gekrönt von einer Aluminium-Spirale, wird zum strahlenden „Lebenskreis“. Ein Stück Wurzelholz zu einem hämisch grinsenden Teufel, der an Stahlseilen ein Menschlein mit Riesenherz spazieren führt.

Die Bilder Hübners sind strenger, wenngleich nicht weniger harmonisch. Ruhe, Schönheit, klare Form, darauf kommt es dem Künstler an. Niko Hübner arbeitet mit Quarzsand und Pigment. Auf der schrundigen Oberfläche tauchen häufig Buchstaben auf, wild hineingewürfelt scheinen sie, manche stehen Kopf, manche liegen auf der Seite. Das Chaos wird zum Bild – um im Bild gebändigt zu werden – mit Paketschnur zum Beispiel. Manchmal genügen auch Farben. Warmes Rot auf Sand, ein kleines Rechteck, das aus der klar strukturierten Bildfläche leicht in den Raum ragt. Der Sieg über das Schwarz ist perfekt. „Kräftetausch“ nennt Hübner das.

In den 80er Jahren faszinierte Werner Matrisch das Spiel von Licht und Schatten. Die Atmosphäre lichtdurchfluteter Wüstenstädte, die er auf Reisen nach Tunesien, Ägypten und Jordanien kennen gelernt hatte, flossen in abstrahierte Landschaften ein. Von den lyrischen Ölbildern –einige verraten die Verehrung für René Magritte – hat sich der in Werl geborene Kölner verabschiedet.

Heute schwelgt er in Farbe. „Der reine Malprozess ist wichtiger geworden“ , sagt er. „Und schneller“. Kein Arbeiten im Sitzen mehr, kein „ Gepingel“. Matrisch steht vor der Leinwand und trägt schwungvoll auf. Ausschließlich in Öl. Das ist sensibler, sagt er. Acryl ? Viel zu hart und zu matt im Glanz. Der Betrachter weiß das zu schätzen. Er sieht und spürt die Signale, die Matrischs Bilder aussenden. Die meditative Stille ebenso wie das Ungebändigte. Hier ist Farbe in Bewegung. Wildes Wogen, ungezähmtes Wirbeln, ein Rausch in Blau, ein Strudel in Gelb und Grün.

„Wer Angst vor Farbe hat, sollte meine Bilder nicht anschauen“, erklärt Matrisch und lächelt. Alle anderen sind eingeladen zum Nachfühlen, Nacherleben und Verstehen.

Harmonische Kontraste der Kunst

Niko Hübner und Werner Matrisch

in der Gegenüberstellung.

 

ASTRID GLEUSSNER / NRZ 25.04. 2006

DINSLAKEN.

Die Schönheit und die Natur bilden den Schwerpunkt der Ausstellung

von Niko Hübner und Werner Matrisch, die am Sonntag in

Dinslaken-Hiesfeld, Sterk-

rader Str.276 eröffnet wurde. Unter dem Titel „Harmonische Kontraste, zwei Künstler“ wird ein abgestimmter Kontrast bei der unmittelbaren Gegenüberstellung der Werke angestrebt.

Niko Hübner kommt aus Walsum und lernte früh, seine Umgebung zu lieben. Er verbindet die unterschiedlichen Elemente zu einer Einheit, indem er für seine Werke alte Balken aus Bruchhäusern benutzt und sie als Skulpturen, Bilder oder Lichtspiele eine tragende Rolle spielen lässt. Schönes Treibholz inspiriert ihn bei seiner Arbeit. Sein Gefühl, die Einzigartigkeit jedes Teils zu entdecken und mit anderen Materialien zu verbinden, zeichnen seine Werke aus. Als Möbeldesigner und- bauer erschafft er Lichtskulpturen und Einrichtungsgegenstände. Ein zweieinhalb Meter großer Tisch beherrscht den Ausstellungsraum. Unter Glasscheiben liegt in der Mitte Bruchglas. Für seine Objekte verwendet er Sand, Blattgold und natürliche Materialien. In einem 15 Kilo schweren Sandbild stellt er mit gefärbtem Quarzsand und Aluminiumrahmen Streitpunkt und Neutralität dar. Als Stimmungslicht kreierte er eine drehbare Lichtobjektlampe aus Wurzelholz , Ahorn und Buche. „Der Schutzengel“ ist ein christliches Objekt in dem jeder etwas für sich sehen soll. Ein herausragendes Werk ist „Der Engel“. Aus Treibholz versehen, mit einem Holz- und Aluminiumflügel, wird er durch einen großen Ring mit vielen alten Schlüsseln zum Wächter der Seelen.

Werner Matrisch war lange Jahre als Hänge- und Ausstellungsmeister im Kölnischen Kunstverein tätig. Sein Studium an der Essener Folkwangschule bildete die Grundlage für sein künstlerisches Schaffen. Seine Reisen in südliche und morgenländische Regionen waren entscheidend für das Wahrnehmen von Licht, Farbe und Schatten. Er schafft mit seinen Bildern lichtdurchflutete, abstrahierte Landschaften und reduziert sie in seinen Werken. Ausgestellt sind Werke aus den 80ern und den letzten zwei Jahren. Die prägenden Einflüsse seiner Reisen und die gute Naturwahrnehmung sind Schlüsselbegriffe seiner Kunst. In den 80er Jahren malte er abstrahierte, lichtorientierte Bilder die Sehnsucht, Weite Unberührbarkeit und Unabhängigkeit zeigen. Er spielt mit den Möglichkeiten einer Farbe, wobei Blau eine besonders große Rolle spielt. Von der Wildheit bis zur meditativen Stille ist alles in seinen Werken zu finden.

In der Ausstellung treffen sich Schönheit und Natur in den Werken der beiden Künstler. Zusammen bilden sie einen harmonischen Kontrast in der unmittelbaren Gegenüberstellung ihrer Objekte.

 

 

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Vortrag zur Ausstellung

HARMONISCHE KONTRASTE – ZWEI KÜNSTLER

Niko Hübner und Werner Matrisch

Vortrag von Wilfried Engelbert
zur Ausstellungseröffnung am 23. April 2006

Aus der Einladung geht schon hervor, dass Niko Hübner ein Kind dieser Region hier ist. In Duisburg geboren und groß geworden und nach einigen Wanderjahren schließlich seit 8 Jahren in Dinslaken als Künstler tätig. Er ist vielen bereits als Möbeldesigner und Möbelbauer bekannt. Seine neueste Arbeit – ein 2 1/2 m langer Tisch – ist heute hier zum ersten Mal zu sehen. Und Möbeldesign – also Entwerfen – ist selbstverständlich eine künstlerische Angelegenheit!
Daher verwundert es nicht, dass Niko Hübner auch die Kunst schafft, die viele Leute landläufig mit dem Begriff Kunst verbinden: Zeichnungen, Materialbilder und besonders beeindruckend seine Licht-Skulpturen.

Niko Hübner schafft Kunst der unterschiedlichsten Themen, Formen und Materialien. Dabei benutzt er überwiegend natürliche und naturbelassene Materialien wie Holz und Sand, aber auch Eisen und Aluminium. Diese Materialien fügt er sorgsam und sehr liebevoll zu einer künstlerischen Einheit zusammen. Harmonie, Klarheit und Ästhetik sind die am meisten hervorstechenden Merkmale seiner Kunst.

Im Kontrast dazu steht Werner Matrisch mit seinen Bildern: Öl auf Leinwand. Werner Matrisch wurde in Werl bei Unna geboren und lebt seit über 30 Jahren in Köln. Anfangs ließ er sich von seinen Lieblingskünstlern anregen – besonders Surrealisten wie René Magritte faszinierten ihn.

Aber grundlegend prägende Einflüsse für seine Malerei wurden später seine Reisen, die ihn fast immer in südliche Länder und in den Vorderen Orient führten. So wie Werner Matrisch hier die Natur wahrnahm, wurde sie zum Schlüsselbegriff für seine Kunst. Er setzte all seine ganz persönlichen Eindrücke in Bilder um.

Seine Malerei aus den 80er Jahren zeigt vordergründig abstrahierte, lichtintensive und farbvolle Landschaften, mit vereinzelten architektonischen Elementen. Doch darüber hinaus machen sie auch seine Sehnsucht nach Weite, Unberührtheit, Freiheit und Unabhängigkeit deutlich.

Die Bilder von Werner Matrisch, die in den letzten 1 1/2 Jahren entstanden sind, zeigen eine Tendenz zur teilweise völligen Abstraktion und einem immer freieren Umgang mit der Farbe. Er versucht auszuloten, welche Möglichkeiten eine einzige Farbe bietet, um das auszudrücken, was er fühlt. Aber trotzdem sind nach wie vor Elemente der Natur in seiner neuen Malerei unübersehbar. Sie lassen jedoch mehr Raum für eine thematisch befreite Betrachtungsweise und Empfindung. Und dieses Empfinden reicht von „Wildheit bis zu meditativer Stille“ – wie es in der Einladung heißt.

Und hier treffen sich die beiden Künstler: Schönheit und Natur ist die Verbindung!

Werner Matrisch zeigt sie in seinen vielstimmigen Bildern und Niko Hübner in der subtilen Verarbeitung seiner Materialien.
Und beide zusammen bilden sie „Harmonische Kontraste“.

Sie präsentieren ihre Arbeiten übrigens ganz bewusst nicht getrennt, also jeder für sich, in seinem Bereich, sondern die unmittelbare Gegenüberstellung und ein Zusammenklang ihrer Werke ist angestrebt.


 


 

Statements über Werner Matrisch

Rezensenten:

Dr. Brigitte Hammer,  Joseph Schotten,  Dr. Gabriele Lueg,   Prof. Dr. A. Sibermann,  Dr. Wilfried Dörstel,  Ralf  Schreiner

 

Landschaften sind sein Thema, Blau seine Farbe, die Kamera sein Skizzenblock und Tagebuch.

Seit seiner Ausbildung an der Folkwangschule in Essen beschäftigt ihn die Malerei. Zuerst suchend und tastend läßt er sich von Künstlern anregen und lernt von jenen, die ihn begeistern. Für Beardsley hat er geschwärmt, für seine scharfen schwarz-weißen Kontraste. Die Wiener Schule hat ihn bewegt, besonders Brauer mit seinen intensiven Farben, seinen phantastischen Figurenbildern und traumhaften Landschaften. Die Impressionisten bewundert er wegen ihrer stimmungsvollen Farbigkeit.

In den frühen Bildern werden diese Eindrücke verarbeitet. Seine Leinwände loten das ganze Spektrum des Regenbogens aus, seine malerischen Experimente probieren, was eine Farbe an Mischung und Verdünnung noch aushält. So entstehen leuchtende Zaubergärten, aus denen sich zwischen floralen Formen Figuren herausheben, Köpfe im Profil, die mit dem Hintergrund verschmelzen und dennoch scharf kontrastierend sich hervorheben.

In seinem Malstudio – weißgekachelter Boden, sorgfältig gereinigte Pinsel und diszipliniert aufgereihte Farbtuben liegen bereit – hängt über dem Arbeitstisch eine seiner ersten großen Arbeiten. Ihn schaudert noch die Erinnerung an die Qual der Vollendung. Auf graublauem Grund entwickelt sich, gemalt, getupft, gesprüht, verdichtet und sich auflösend, ein Universum kosmischen Geschehens, ein Sphärenbild wie eine Reise durch das Weltall. Der malerische Gestus tobt sich aus und löst sich von den Vorbildern.

Werner Matrisch liebt Reisen. Sie führten ihn nach Griechenland, Israel und Nordafrika, wo die Sonne zu Hause ist und der Himmel so blau wie nirgend sonst. Ständig betrachtet er die Erlebnisse seiner Reisen durch das objektive Auge der Kamera, unermüdlich auf der Suche nach in Malerei umsetzbaren Motiven. Die Landschaften haben ihn ganz gefangen, das Spiel von Licht und Schatten, von Kontrasten und weichen Übergängen. Die Linien sind sanfter geworden, setzen aber immer noch ein Farbfeld gegen das andere ab. Selbst in der Ferne verschwimmende Berge bleiben gesondert von Erde und Himmel.

Das Spiel der Sonnenstrahlen mit Wasser und Sand, auf Reisen intensiv erlebt, auf den Film gebannt, lebt beim Malen wieder auf – mitten in Köln, von einem der sich wegträumt – in die imaginäre Welt des Lichtes und der Farben. Wenn die Vorstellungskraft des Betrachters ausreicht, mag er ihm folgen.

Dr. Brigitte Hammer, Köln 25 Juli 1982

 

Tranparente Visionen

Die Thematik der Bilder von Werner Matrisch ist in drei verschiedenen Phasen zu sehen. Seine Sehnsucht nach einer imaginären Welt zeigt das rätselhafte von Gefühlen und Phantasien.

Seine ersten Arbeiten sind plakativ – arabeske Bilder mit stark kontrastierenden Farbflächen, Schwüngen und Linien.
Der spätere Surrealismus hat mit seiner Lichtqualität und Leuchtkraft die sinnliche Sensibilität südlicher Landschaften. In der inszenierten Weite wird zu den erscheinenden Symbolfiguren nur scheinbar ein direkter Kontakt hergestellt. Seine traumatischen Erzählungen waren stets auf die eigene Psyche bezogen. Das wichtigste Kriterium für Werner Matrisch sind in dieser Malperiode die Bildsymbole, die sich hiermit verselbständigen.

Die jetzt neu entstandenen Werke zeigen kubische Formen, verschmolzen in Landschaften, die in diesen neuen Dimensionen Schwerkraft mit transparenten Räumlichkeiten verbinden.

Heute erkennen wir in seinen Bildern immer deutlicher den konstruktiven Surrealismus, der seinen eigenen Weg geht: Werner Matrisch hat seine Arbeiten über die Jahre zu einer persönlichen Bildsprache geformt.

Joseph Schotten, Köln 14. Dezember 1983

 

Vortrag zur Eröffnung der Ausstellung: "Werner Matrisch - Malerei"  Galerie Glockengasse , Köln  1986

Werner Matrisch’s künstlerische Arbeit läuft zweigleisig: da ist einmal die Photographie und – auf der anderen Seite – die Malerei. Beides beherrscht er gleichermaßen. Seine Photographien und seine Bilder befruchten einander, sind vom gleichen Bildwollen, derselben Sehnsucht nach Schönheit und Harmonie geprägt; und sind doch jedes für sich selbstständig. Zuweilen findet man bestimmte Bildausschnitte oder Kompositionen der Photographien in den Bildern wieder. Letztlich ist jedoch die Malerei für Werner Matrisch das unvergleichlich reichere, weil ausbaufähigere Medium. Hier gelingt es ihm, die inneren Bildwelten, das Empfundene und das Erfahrene, die Konflikte und Sehnsüchte auszudrücken.

Zu seiner Biographie will ich an dieser Stelle nichts hinzufügen. Sie alle konnten die wichtigsten Daten der Einladungskarte entnehmen – doch eins von dem, was dort aufgeführt ist, sei hervorgehoben: die Reisen. Die meisten Künstler führen in ihrem Lebenslauf Reisen auf, so daß aus einem banalen zweiwöchigen Auslandsaufenthalt gleich eine Studienreise wird; anders bei Matrisch – seine Reisen sind ein nicht zu unterschätzender Schlüssel zum Werk.
Im Süden, besonders in Israel und Ägypten fand und findet er jene Großzügigkeit und Unberührtheit der Natur, die den inneren Bildern und Wünschen – auch im übertragenen Sinne – entsprechen. Landschaftliches, speziell Wüsten – und Meerlandschaften mit ihrem spezifischen Licht –und Farbqualitäten, die man so nur dort findet, finden ihren Niederschlag in den Bildern. Die Natur ist in ihren strukturellen Gegebenheiten erkannt. Hinzu kommen sehr häufig architektonische Elemente.

Denkt man an die vergleichsweise traumatischen, additiv aufgefassten älteren Bilder von Werner Matrisch, so bezeugen die neuen, hier gezeigten, daß heute eine souveräne Klärung das Schaffen bestimmt. „Surrealistisch“ nennen, kann man diese Bilder nicht mehr; vielfach sieht man zwar überraschende Ausschnitte von Realität, ihnen haftet aber nichts künstliches an.

Denken Sie beispielsweise an das Bild “Erinnerung an einen Tag“, von 1986 (es ist auf der Einladung und den Plakaten abgebildet). Auf den ersten Blick könnte man bei dem gelben Fleck im Vordergrund an Dalis aufgeweichte Uhren denken, was aber tatsächlich dargestellt ist, ist eine konkrete Erinnerung an beiläufig Gesehenes, so wie es eben nur ein sensibles geschultes Auge wahrnehmen kann. Die phantastische Kombination des rechteckigen gelben Farbfeldes auf der Mauer, vielleicht ein abgerissenes, von der Sonne gebleichtes Plakatierfeld, mit dem irregulär geformten gelben Farbfleck auf dem Weg davor – fast als wäre der Anstreicher dort mit seinem Farbtopf ausgerutscht – ist dem Künstler auf seiner letzten Reise aufgefallen.

Einige Bildelemente aber, wie z.B. die Mauern, denen, wenn sie den Blick verstellen, immer etwas Geheimnisvolles eignet (siehe „Ende einer Reise, 1986), wie auch Pyramiden, flachwinklig ansteigende Dünenformationen – dies sind Motive, die Matrisch immer faszinierten. Das Magische, barrikadenhaft verstellende vieler architektonischer Detailformen, die auch als Schutzsymbol gedeutet werden können („Die fremde Küste“, 1985), das Furchterregende, was gleichzeitig Neugier weckt – solche bildlichen Metaphern nehmen in der Malerei von Werner Matrisch einen festen Stellenwert ein.

In all seinen Bildern sind Gegensätze in Harmonie vereint: Das Gefaßte und das Offene, das genau Bestimmbare und die dimensionslose Leere. Das Bewußtsein solcher Dualismen in allen Erscheinungen, in Tag und Traum ist hier durch malerische Mittel versinnbildlicht. Feinste, nahezu übergangslose Farbabstufungen korrespondieren spannungsvoll mit hart abgegrenzten formalen Gegenüberstellungen. Das Nebeneinanderbestehen disparater Welten wird inhaltlich gesehen durch befremdliche Gegenüberstellungen verdeutlicht und malerisch, also durch die Farbe und den Duktus.

Übereinanderliegende Wirklichkeitsstrukturen erkennen wir auch bei der Arbeit „Die Schönheit von Nacht und Traum“, das Bild mit den beiden Pyramiden. In ihrer faszinierenden, formalen Strenge und genialen Vereinfachung kontrastieren die leuchtend –rote und die strahlendgelbe Pyramide mit dem weich fließenden Sand im Vordergrund. Die Baukörper haben überlebt in Schönheit und bergen rätselvolle Kräfte. Matrisch verbildlicht dies, indem er sie vor fast schwarzem Hintergrund postiert. Das gleichsam wie ein Nachtstilleben komponierte Bildareal erscheint angesichts des leuchtendblauen, taghellen Himmelsstücks darüber trügerisch. Dargestellt ist also die Gleichzeitigkeit und Gleichrangigkeit der äußeren Bewußtseinsschicht mit der dunklen verborgenen Welt, die jeder in sich trägt.

Wieder ganz andere bildnerische Chiffren für das gleiche Thema sieht man bei „Reinkarnation“, einer Arbeit von 1984. Am unteren Bildrand findet man Landschaftliches in Form einer Hügelkette. Dahinein ist, zerstörend wie ein Keil, ein abgeknicktes Mauerelement eingeschoben, in dem schutzsuchend oder gefangen der Oberkörper eines androgynen Wesens zu sehen ist. In der oberen rechten Bildecke findet man das „Bild im Bild“, ein Motiv, daß Werner Matrisch besonders liebt und häufig einbaut. Dort bilden die Haare der dargestellten Person einen Teil der Hügelkette. Im Nacken laufen Haaransatz und das „Bild im Bild“ nach unten aus und stellen so eine optische und inhaltliche Verbindung her zur unteren Bildzone. Dort taucht das transparente, beseelte Abbild der gleichen Person im Knickpunkt der Mauer, gleichsam wie ein Schatten seiner selbst erneut auf. Die Physiognomie, hier Trugbild im Stein bedeutet die bereits der Vergangenheit angehörende Wirklichkeit des Menschen.

Obwohl es natürlich wenig Sinn hat über bildnerische Details zu sprechen, wenn man diese, dank der großen Besucherzahl, im Augenblick nicht betrachten kann, seien diese Exkurse erlaubt. Wichtig scheint mir, Sie auf die vielschichtigen Erzählfunktionen in den Bildern von Werner Matrisch aufmerksam zu machen.

Die zuletzt entstandenen quadratischen Bilder zeigen uns, daß Matrisch mehr und mehr zu malerischen Reduktionen kommt, daß seine Malerei einem höheren Abstraktionsgrad entgegenstrebt. Ein Bild wie „Harmonie und Stolz“ mit seinen vier gleich großen Farbfeldern beweist, daß nicht länger vordergründig Erkennbares nötig ist, um die beschriebene Themenwahl malerisch zu verifizieren. Trotz strenger Komposition werden durch zarte Farbverläufe und ein räumliches Vor- und Zurückdrängen Übergänge dargestellt. Übergänge von Statik in Bewegtheit, von Hell und Dunkel, von Ratio und Gefühl oder Alltag und Traum.

Lassen Sie mich meine Ausführungen hier beenden mit dem Hinweis darauf, daß Werner Matrisch ein bewußter Träumer, ein strenger Romantiker ist, dessen immer neue Bilderfindungen jedem etwas geben, der sich auf sie einlässt.

Dr. Gabriele Lueg, Köln Mai 1986

 

Zu den Bildern von Werner Matrisch

Die allzu populäre Unsitte, in Kunstwerke etwas hinein – oder aus ihnen etwas herauszulesen, hat noch vor keiner Malerei haltgemacht. Gefühle, Empfindungen und Sentiments werden auf diese Weise in das Korsett von Formen, Stile und Ideale eingeschnürt, um einer statistikgläubigen Kategorisierungssucht sowie den damit zusammenhängenden Betonungen Genüge zu leisten.

Auch die Bilder von Werner Matrisch ließen sich sowohl vom Sujet als auch von dessen Handhabung und Gestaltung her leicht unter diese oder jene Kunstbeflissenheit einreihen. Indes würde uns eine solche Annäherung weder dem Erleben noch dem Wesen seiner Bilder zufriedenstellend in die Nähe bringen.

Eher muß es darum getan sein, unsere Wahrnehmung in die Wahrnehmung des Künstlers zu versetzen, um so einen Bezug zu der einem jeden Bild innewohnenden Ästhetik zu finden. Indem wir diesen Bezügen nachgehen – mögen sie Nützlichkeit, Erkenntnis, Pracht, Freiheit oder Abwandlung lauten -eröffnet sich uns der von Werner Matrisch hervorgerufene ästhetische Charakter seiner Bilder.

Zwei auf seine ihm eigene Wahrnehmungsausrichtung sich gründende ästhetische Charakterzüge treten in seinen Bildern hervor. Zum einen ist es Unbefangenheit gegenüber dem Darzustellenden. Geradezu ruchlos konfrontiert er uns mit einer rationalen Illusion, die fast schon an die Grenzen der metaphysischen Unverbundenheit stößt. Und zum anderen liebäugelt er mit einer dürftigen Unbildung der Sujets, indem er sie über die Enden der Leinwand hinaus führt: für sich selbst wie auch für den Betrachter. Er betont Endlosigkeit und zwingt uns zur eigenständigen Kontemplation. Auf diese Weise nehmen wir Anteil an ästhetischen Wahrnehmungsvorgängen, die mehr sind als eine künstlerische Schikane.

Mir scheint, daß diese beiden ästhetischen Züge sowohl seinen Drang zur Fotografie als auch seine fotografischen Exkurse bestimmt haben. Nirgends, selbst nicht im Porträt, wird der Eindruck erweckt, es handle sich um ein Fertiges, so wie wir es vom Berufsfotografen erwarten. Jedesmal sind es unbefangene Unbildungen, wenn man so will, Stückwerke einer materiellen und immateriellen Ansicht, auf denen ihre Spezifität wie ihr Reiz.

Prof. Dr. Alphons Silbermann, Köln 1984

 

BEZUGSOBJEKT. ANSCHLÜSSE. WERNER MATRISCH’S FOTOARBEITEN.

Ein paar Gedanken.
Die fotografischen Arbeiten Werner Matrisch’s, der lange Jahre zur Hauptsache Maler war. Diese Arbeiten passieren nun parallel zur Malerei. Auf den Reisen entstehen fotografische Bilder. Seine Bilder von Ägypten, Hawai, Australien, Nordspanien, vielen arabischen Ländern sind fotografische.

Bezeugen nicht diese Fotos der letzten Jahre einzig die Lust an nur einem Motiv? Im Bildrechteck sollen maritime Architektur und Meer gegeneinander stoßen. Anders gesagt, durch gemauerte Architektur hindurch, an ihr vorbei und über sie hinweg ist ein Blick auf ein Stück Meer möglich. Ist es in Wirklichkeit die Begierde nach dem Meer? Die im Ausschnitt gegebenen Treppen, Durchgänge, Ecken, vor allem die Mauern und Brüstungen wären dann selbst wieder Rahmung und Inszenierung.  Des Meeres.  So gesehen also, des in aller Herren Länder selben Meeres.

Die harten Kontraste von südlichem Sonnenlicht und entsprechend tiefen Schatten, von Hell und Dunkel, verleiten dazu, Matrisch’s Fotoarbeiten zur Hauptsache grafisch, als formale Komposition zu sehen. Tatsächlich gibt es einige Fotoübermalungen. Sie sind nur flächenbezogen. Noch jüngere Arbeiten, die Bildpaare der schwingenden Geländer, werden frei komponiert, ohne Rücksicht auf Oben und Unten. Wiewohl die Kopplung ebenfalls bei den Fotoreihen häufig rein formal motiviert scheint, handelt es sich nicht um abstrakte Fotografie.

In jedem Bild ist auch das „Wirkliche“ eingefangen, so als seien es Urlaubsfotos.

Ein Tanker, vom Bildrand angeschnitten, auf See. Eine weisende Hand. Palmblätter. Eine Tonne im Sand. Ein rennender Junge. Abendstimmung. Das Mittelmeer bei Alexandria.

Zwangsweise können in dieser letzteren Dimension einige der Fotoreihen Geschichten erzählen.  Zeit.  Geschichten des „Wirklichen“. Wie nun stehen diese zur strukturellen, quasi-abstrakten Wiedergabe der Architektur? Und zum Bezugsobjekt „Meer“?

Im anschauenden und interpretatorischen Sinne eignet den Fotoarbeiten von Werner Matrisch Vielansichtigkeit. Aber was sagt das?

Die Einzelfotos der Reihen und Bildpaare sind nicht mit kleinem Zwischenraum nebeneinander gesetzt. Sie sind Kante an Kante aneinander geschoben. Viele wirken auf den ersten Blick wie lang-rechteckige Großfotos. Je nach Motiv oder je nach der Art des Anschlusses von einem Foto zum anderen, spielen die Arbeiten mit dem Schein eines fotografischen Ausschnitts kontinuierlicher Architektur oder man glaubt es handle sich um serielle Fotografie. Das Problem der Kopplung aneinanderliegender Fotos. Das Problem der Anschlüsse. Es ist die Lust des Betrachters, die jeweilige Art des Anschlusses zu erkennen. Licht und Schatten spielen eine Rolle, aber das ist nicht durchgängig. Auch nicht in ein und derselben Reihe. Das Phänomen der Anschlüsse. Von hier aus sollte man die Fotoarbeiten Werner Matrisch’s einmal angehen. Perspektive und Bezüge.

Dr. Wilfried Dörstel,  Köln / August 1990

 

Farbstrudel in Gelb und Grün

In den 80er Jahren faszinierte Werner Matrisch das Spiel von Licht und Schatten. Die Atmosphäre lichtdurchfluteter Wüstenstädte, die er auf Reisen nach Tunesien, Ägypten und Jordanien kennen gelernt hatte, flossen in abstrahierte Landschaften ein. Von den lyrischen Ölbildern -einige verraten die Verehrung für René Magritte - hat sich der in Werl geborene Kölner verabschiedet.

Heute schwelgt er in Farbe. "Der reine Malprozess ist wichtiger geworden" , sagt er. "Und schneller". Kein Arbeiten im Sitzen mehr, kein " Gepingel". Matrisch steht vor der Leinwand und trägt schwungvoll auf. Ausschließlich in Öl. Das ist sensibler, sagt er. Acryl ? Viel zu hart und zu matt im Glanz. Der Betrachter weiß das zu schätzen. Er sieht und spürt die Signale, die Matrischs Bilder aussenden. Die meditative Stille ebenso wie das Ungebändigte. Hier ist Farbe in Bewegung. Wildes Wogen, ungezähmtes Wirbeln, ein Rausch in Blau, ein Strudel in Gelb und Grün.

"Wer Angst vor Farbe hat, sollte meine Bilder nicht anschauen", erklärt Matrisch und lächelt. Alle anderen sind eingeladen zum Nachfühlen, Nacherleben und Verstehen.

Ralf Schreiner, Dinslaken  22. April 2006  (Rheinische Post)