Die Schönheit des Wassers und der Meere

Wasser ist sicher das lebendigste Element und unablässig in einer optischen Veränderung. Unbewegtes Wasser spiegelt unsere Welt in poetisch verschwommenen und malerischen Bildern wieder. Bewegtes Wasser bildet  wandelnde  Strukturen,  farbschillernde Schlieren und Formen. Die Oberfläche von Seen, Meeren oder Flüssen spiegelt das Tageslicht. An grau verhängten Tagen erscheinen auch die Wasseroberflächen milchig-grau. An sonnenklaren  Tagen strahlt das  Meer - besonders im Süden -  in stählerner Bläue. Im Licht der untergehenden Sonne funkeln, glitzern und tanzen die Wellen im puren Gold.  Und im Gegenlicht glänzt alles in einem irrisierenden, blendendem  Silber. Viele Menschen fühlen sich schon seit Urzeiten vom Meer, von seiner Weite und Unendlichkeit magisch angezogen. Der Blick über's Meer, das ruhevolle Verweilen an den Ufern  lässt die Menschen zu sich selber finden. Es gibt diese vielbeschriebene Sehnsucht - dem Meer, diesem Gegenpol zum Himmel -  nahe zu sein. Alles Leben kommt aus dem Meer, letztendlich auch der Mensch. Vielleicht hat der Mensch deswegen ein immer wiederkehrendes  Verlangen nach seiner Urheimat.

Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit.  schrieb Thomas Mann.

Bei Jules Verne heißt es in 20.000 Meilen unter dem Meer:

"Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit"